Die umgekehrte Pyramide – so bleiben Leser dran!

20. November 2018
Sie wollen die Verweildauer auf Ihrer Seite verbessern und auch mit langen Texten überzeugen? Die umgekehrte Pyramide macht’s möglich!

Das Leseverhalten unterscheidet sich grundlegend zwischen analogen und digitalen Medien. Bei Onlinetexten werden Texte überflogen und ganze Zeilen ausgeblendet. Dieses sogenannte F-Lesemuster verlangt einen speziell auf digitale Medien angepassten Schreibstil. Die Lösung dafür stammt – wie fast alles, wenn es um guten Content geht – aus dem klassischen Print-Journalismus. Und sie funktioniert online jedoch besser denn je.

Umgekehrte Pyramide – Was ist das?

Die umgekehrte Pyramide ist ein Textschema, in dem Informationen nach Relevanz gestaffelt angeordnet sind. Die essentiellsten Informationen werden zuerst präsentiert, genaue Ausführungen stehen weiter unten.

Überschrift und Einleitung müssen den Kern des Textes klar darstellen, denn sie sind die ersten Kontaktpunkte mit Leserinnen und Lesern. Klassische W-Fragen (Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum?) müssen hier bereits geklärt sein. Es gilt, die Hauptaussage des Textes in wenigen Worten zusammenzufassen – keine leichte Aufgabe! Deshalb verrät Fresh Content hier, was erfolgreiche Titel ausmacht.

Nach Überschrift und Einleitung folgt der Haupttext. Darin wird Absatz für Absatz die Kernaussage des Textes immer detaillierter erörtert. Hier ist der richtige Ort, um Einzelheiten, Quellen und Hintergrundinformationen zu platzieren. Auch die Absätze selbst richten sich nach diesem Schema – Kernaussage zuerst, kurz erläutert, dann genauer ausgeführt.

Die Spitze der Pyramide ist am Textende erreicht, wo Informationen den höchsten Detailgrad erreichen. Das bedeutet natürlich nicht, dass das Ende eines Textes keine Bedeutung mehr hat! Jene, die nach der Überschrift weitergelesen haben, sind offensichtlich interessiert und wollen informativen Content bis zum Schluss! Außerdem bietet es sich hier an, die vorangegangenen noch einmal anzusprechen und ein Fazit zu ziehen.

Umgekehrte Pyramide | ©Fresh Content 2018

Vom Journalisten-Kniff zum Online-Erfolg

Bei Onlinetexten hilft die umgekehrte Pyramide, Aufmerksamkeit lang zu halten. Der Text bietet einen durchgehenden Informationsgewinn, was ständig Neugierde weckt, stillt und aufs Neue entfacht.  Leserinnen und Leser dringen schrittweise immer tiefer in die Materie ein und erkennen mit jedem Absatz mehr Zusammenhänge, was die Lesemotivation steigert.

Wird der Text trotzdem abgebrochen, wurden die wichtigsten Informationen mitgenommen. Der Ursprung der Technik entstammt den Zeit des handgesetzten Drucks. Bei Bedarf mussten Zeitungstexte jederzeit kürzbar sein, ohne wichtige Inhalte zu verlieren. Die umgekehrte Pyramide ermöglicht es, Texte mit minimalem Informationsverlust vom Ende aus zu kürzen – oder eben das Lesen jederzeit zu unterbrechen.

Digitale Texte müssen schnell und leicht lesbar sein. Stehen die wichtigsten Informationen am Anfang eines Textes, werden sie schnell aufgenommen und gut verstanden. Wer lange sucht, bricht ab, um sich die Informationen an anderer Stelle beschaffen. Und nimmt wahrscheinlich nichts an Mehrwert mit.

Gut zu lesen, gut zu schreiben!

Wer Texte schreiben will, deren Sog sich die Zielgruppe nicht entziehen kann, greift am besten zur umgekehrten Pyramide. Guter Content mit Mehrwert ist ein entscheidender Faktor im Onlinemarketing und bei der Suchmaschinenoptimierung.

Außerdem erzeugt man ganz nebenbei noch qualitätvolle Texte – inhaltlich wie stilistisch. Folgen Texte dieser Struktur, lesen sie sich einfach besser. Ganz abgesehen von allen Absprungraten, SERP-Rankings und sonstigen Zahlenwerten sind gut strukturierte, inhaltlich kohärente Texte eine Wohltat für unser digital-dauergestresstes Gehirn.

Das Lesen solcher Texte bereitet Freude – das Schreiben aber auch. Dieser Punkt ist nicht zu unterschätzen! Tun Sie Ihrer Leserschaft etwas Gutes und schreiben Sie Texte, die spannend zu lesen sind. Aber tun Sie auch sich selbst etwas Gutes und schreiben Sie Texte, die spannend zu schreiben sind. Das ist immerhin der langfristigste Mehrwert, den ein Text erzeugen kann. Vielleicht ist das ja das eigentliche Geheimnis der umgekehrten Pyramide.

 

Beitragsbild: Pixabay/rawpixel

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