Styling und Storys

18. September 2014
Wir sagen der aalglatten Werbewelt adé: Mit Corporate Publishing und Content Marketing bewegen wir uns mitten im „wirklichen“ Leben.  Und spüren bei einer Reportage, was es heißt, Landwirt zu sein.
Es war einmal …

… eine Zeit, in der man in Unternehmen begann, sich über die eigene Identität Gedanken zu machen, um sich extern wie intern besser präsentieren zu können. Anfang der 70er-Jahre bekam das Kind auch einen Namen. Designer und Werbeprofis aus den USA ließen mit dem Begriff „Corporate Identity“, kurz CI, aufhorchen. Alsbald gesellte sich das „Corporate Design“ (CD) dazu und machte das offizielle Styling einer Firma perfekt. Heutzutage kommt kein Unternehmen mehr ohne CI bzw. CD aus. Logos sind ebenso State of the art wie ein definierter Schriftenkatalog für jeden Druck- und Webtext, der das Haus verlässt. Vom WC-Schild bis zum Werbebanner zeigen sich die Unternehmen in einem Design-Guss. Tun sie’s nicht, liegt schnell ein Hauch von Unprofessionalität über dem jeweiligen Betrieb. Dass CI-Entwicklung durchaus kostenintensiv ist, steht ebenso außer Frage wie die Tatsache, dass man Mitarbeiter/innen braucht, die u. a. darüber wachen, dass Presseaussendungen, Manuals und Co. bis in den letzten Buchstaben CD-konform gestaltet sind. Nur wer Inhalt perfekt präsentiert, bringt ihn unters Volk. Soweit, so gut.

Es war einmal …

… eine Zeit, in der man in Unternehmen begann, darüber nachzudenken, ob perfektes Styling alleine ausreicht, um die eigene Identität zu unterstreichen. Ob es sinnvoll ist, sich für die Marktpräsentation ständig auf Hochglanz zu polieren. Die Antwort: Nein, ist es nicht, denn niemand ist perfekt. Wer Persönlichkeit zeigen will, muss auch kleine, feine Eigenheiten zulassen, darf ab und zu Zähne zeigen, muss zu seinen liebenswerten Eigenheiten stehen oder durch fachliche Kompetenz punkten. Aalglatte Werbetexte können derlei Anforderungen nicht einmal ansatzweise bedienen. Also bitte weg mit den unsäglichen Superlativen nach jedem zweiten Wort, den anstrengenden Beweihräucherungen des Unternehmens oder der Pseudofachkompetenz, von der sich schon lange niemand mehr blenden lässt.
Im Bereich des Corporate Publishing wird dieser Zugang seit vielen Jahren umgesetzt.

Heute ist …

… es aber unerlässlich, dass Unternehmen auch darüber nachdenken, wie sie ihre Firmenidentität im WWW unterstreichen. Das jüngste Kind unter den Marketinginstrumenten hilft dabei auf die Sprünge: Content Marketing heißt im Onlinebereich das Zauberwort. Hier geht es wie beim Corporate Publishing darum, Geschichten zu erzählen, die der „Firmenalltag“ schreibt oder die hauseigenen Expertinnen und Experten in Fachkommentaren zu Wort kommen zu lassen. Das Wichtigste: Es darf nicht nur, es muss „menscheln“. Unternehmensblogs bieten die ideale Plattform dafür, wobei letztlich jede/r Mitarbeiter/in inklusive der Führungsetage inhaltliche einen Beitrag leisten kann und soll. Das Ganze zu moderieren, die Inhalte mit Fingerspitzengefühl für Suchmaschinen zu optimieren (SEO-Texte), Kommentare zu verwalten und natürlich auch eigene Texte zu verfassen, ist Sache einer Blogredaktion, ohne die ein solches Tool nicht funktioniert.

Und nun …

… fängt das Spiel wie immer im Wirtschaftsleben von vorne an: Will heißen, wer Content Marketing professionell betreiben will, muss Geld in die Hand nehmen, um u. a. Mitarbeiter/innen für die Blogtaskforce einzustellen oder die technischen Voraussetzungen zu schaffen, aber vor allem ist es unerlässlich, die eigene Kommunikationsstrategie zu hinterfragen. Denn eines muss selbst den Hardlinern unter den PR- und Marketingprofis klar sein: Content Marketing ist im Gegensatz zur klassischen Werbung bzw. PR in puncto Kommunikation keine Einbahnstraße, sondern lebt vom Dialog mit den Usern – und dazu zählen Kolleginnen und Kollegen ebenso wie Leser/innen.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Storytelling!

P.S.: Wie’s funktioniert, zeigen wir Ihnen gerne. Zwei Mal pro Woche gibt’s auf Fresh Content neue Blogbeiträge zu den Themen Content Publishing, Content Marketing und Content Strategy.

PPS: Und was sagt uns das Blogbild? Unser Kundenmagazin Kraft am Land ist das optimale Beispiel für Corporate Publishing: Statt glatter Werbetexte und verklärter Bildsprache präsentiert sich unser Auftraggeber LANDRING über die Menschen, die die Landwirtschaft in der Region prägen. Ehrlich und unverfälscht erzählen sie in unseren Reportagen aus ihrem Leben.

 

ANDREA KREUZER

 

Foto: Joachim Otter/Kraft am Land

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