Bye, bye, Insta-Star – sind Journalisten die besseren Influencer?

19. November 2019
Endlich wieder Fakten: warum Vertrauen in Journalisten boomt, was Instagrams Like-Politik damit zu tun hat und warum viele PR-Agenturen hinterher hinken.

Vertrauen wandelte sich dank Fake News und Co zu einer zunehmend starken Währung. Gleichzeitig vollzieht sich in der Welt der sozialen Medien ein unaufhaltsamer Wandel: So kündigte Instagram kürzlich an, nach Pilotprojekten in Ländern wie Australien, Brasilien und Kanada nun schrittweise weltweit die Likes anderer Nutzer verbergen zu wollen. Lediglich die Interaktionen auf den eigenen Beiträgen sollen für Nutzerinnen und Nutzer künftig sichtbar sein.

Das Geschäftsmodell vieler Influencer dürfte gerade etwas ins Wanken geraten sein. Kein Wunder also, dass bei einer aktuellen Umfrage PR-Profis ausgerechnet Journalistinnen und Journalisten als wichtigste Meinungsbildner nennen. Nur 18 Prozent der befragten Kommunkationsexperten schätzten Social-Media-Promis als für ihre Arbeit relevant ein. Doch Agenturen setzten weiterhin unbeirrt auf Stars und Sternchen der sozialen Netzwerke. Dabei steigt die Reichweite von Journalismus gerade enorm an, trotz sinkender Printauflagen. Das fällt nicht nur PR-Profis auf, sondern sogar den Influencern selbst: Von ihnen geben knapp zwei Drittel (63 Prozent) an, dass Journalistinnen und Journalisten in den letzten zwei Jahren einen gesteigerten Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung hatten.

Wir scheinen endlich unser Vertrauen in den Journalismus wiedergefunden zu haben – die große Mehrheit aller Befragten sah die Glaubwürdigkeit von Journlistinnen und Journalisten im Steigen. Kein Wunder eigentlich: Einerseits sind verlässliche Informationen weiterhin Mangelware und somit begehrt, gleichzeitig haben Redaktionen aus Skandalen wie dem Fall Relotius gelernt. Aus der Aufarbeitung gingen dringend nötige Korrektivmechanismen hervor, wie etwa ein Erstarken der Disziplin des Medienjournalismus. Die harte Arbeit und das Bemühen um Transparenz werden vom Publikum offensichtlich honoriert.
Die Zeit für ein Umdenken ist angebrochen. Statt irgendwelchen Influencern hinterher zu hecheln, lautet das Gebot der Stunde: Qualität statt Masse!

 

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