Die 7 Trends 2015 für Corporate Publishing und Content Marketing

18. Dezember 2014
Wie schon mehrmals in diesem Blog festgestellt wurde, geht heute ohne relevante Inhalte nichts mehr. Unternehmens- und Marketingkommunikation funktioniert ohne Corporate Publishing und Content Marketing nicht wirklich. Dass diese Chancen genutzt werden wollen, zeigen auch die Trends für 2015, die das Forum Corporate Publishing (FCP) in sieben Punkten zusammengefasst hat.

„Wir befinden uns in der Ära der Inhalte“, bekräftigt Dr. Andreas Siefke, 1. Vorsitzender der FCP, und weiter: „Wer Menschen für seine Marke begeistern und sie binden will, muss Geschichten nutzen“. Deshalb möchten auch wir Ihnen diese 7 Punkte nicht vorenthalten:

 

CONTENT TAKES THE LEAD

Sieben Trends in CP und Content Marketing in 2015
(Quelle: Forum Corporate Publishing*)

 

1. „Owned Media“ übernehmen den strategischen Lead von „Paid Media“

Schon heute setzt die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (55%, FCP Barometer 2014) bei ihrem grundsätzlichen Kommunikationsansatz auf Inhalte statt werblicher Impulse – in drei Jahren werden es bereits mehr als 80 Prozent sein. Ausgangspunkt und Kern einer guten inhaltsgetriebenen Kommunikation sind „Owned Media“ – die nach Überzeugung von mehr als der Hälfte der Unternehmen den strategischen Lead übernehmen werden.

2. Qualität vor Quantität: Gute Inhalte werden entscheidend

Mediennutzer sehen sich einer schier endlosen Zahl an Kanälen und einer unüberschaubaren Content-Menge gegenüber. In den USA spricht man bereits vom „Buzzfeed-Effect“: Soziale Medien, die kaum mehr bieten als Listen und Fotostrecken. Gleichzeitig belohnt Google schon jetzt Websites mit Nutzwert und Mehrwert für den Leser mit einer guten Positionierung. In Zukunft geht es weniger um Quantität als um Qualität: Entscheidend wird es, wirklich gute Inhalte zu kreieren, zu distribuieren und zu promoten.

3. Content Marketing wird in Mitarbeiterkommunikation und Internal Branding relevant

Der Einsatz von Content Marketing zur Kundenansprache ist nur die Hälfte wert, wenn die Mitarbeiterkommunikation nicht in eine übergreifende Content-Strategie  eingebunden ist. Nur wenn interne Zielgruppen mit den gleichen Botschaften in der gleichen Sprache mit den gleichen Zielen angesprochen werden, lässt sich eine glaubwürdige und konsistente Markenpersönlichkeit nach außen aufbauen.

4. Content & Control: Keine Relevanz ohne Resonanz

Zwei Drittel aller Marketingverantwortlichen sind davon überzeugt: Die Zukunft bringt eine weitere „Contentisierung“. Auch Medienformate, die normalerweise nicht journalistisch geprägt sind, wie z.B. Newsletter, Kataloge und Verkaufsliteratur erzählen vermehrt Geschichten. Gleichzeitig wird gerade hier Erfolgsmessung elementarer Bestandteil der DNA von Content Marketing. Konsequentes Performance-Management gelingt am besten, wenn es von vornherein in die Content-Strategie integriert wird.

5. Erfolgreicher Video-Einsatz im Content Marketing benötigt Bewegtbildstrategien

Die Zeiten solitärer Videoproduktionen sind endgültig vorbei. Abgeleitet aus der Content-Strategie werden Bewegtbildstrategien in Zukunft die Produktion, Distribution und Promotion von Animationen, Clips und Filmen steuern. Das richtige Format mit relevantem Inhalt für die angesteuerten User, touch-point-gerecht aufbereitet und gestaltet, zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt und über Soziale Medien promotet, engagiert den Zuschauer, motiviert ihn den Film zu teilen und trägt so zum Erfolg der Content-Strategie bei.

6. Native Advertising Meets Content Marketing

Native Advertising, das Buzz-Word der Stunde, wird vielfach mit Content Marketing gleichgesetzt. Native Ads als einer von vielen möglichen Distributionskanälen sind jedoch vielmehr ein Teaser, der zwischen redaktionellen Inhalten eines Onlinemediums platziert wird – Owned meets Paid sozusagen, und am Ende steht: Relevanter und gut gemachter Content!

7. Wearables schaffen eine neue Content-Welt

Wearables bieten Marken eine neue Plattform, um ihre Inhalte nahtlos in das Alltagsleben der Nutzer zu integrieren: Sie bringen den User direkt ins Zentrum des  Storytellings, durch Virtual und Augmented Reality wird der Träger sogar Teil einer Geschichte. Pilotprojekte werden zunächst die Leistungsfähigkeit ausloten und Akzeptanzschwellen verschieben. Dabei gilt: Less is more – hohe Nutzungsfrequenzen, kurze Verweildauer und kontextbezogene Nutzung erfordern maßgeschneiderten
Content.

HARALD KOPETER

 

* Das Forum Corporate Publishing ist die Interessengemeinschaft der führenden medialen Dienstleister im deutschsprachigen Raum und mit mehr als 100 Mitgliedsunternehmen der größte Verband dieser Mediendisziplin in Europa. Als Branchenverband vertritt das FCP eine Mediensparte, die pro Jahr rund 5,8 Milliarden Euro umsetzt. Die Mitglieder des Verbandes sind Verlage und Agenturen, die für ihre Kunden wegweisende Content-Marketing-Strategien entwerfen und umsetzen und dabei wirksame Inhalte für alle Mediengattungen einschließlich Print, Video, Mobile und Online produzieren. Auch die Corporate Media Service ist Mitglied des FCP.
 
Foto: Rawpixel / Fotolia

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