Kreativität auf Knopfdruck? Von Disziplin und Loslassen

05. Februar 2019
Wer kreativ arbeitet, kommt früher oder später an einen Punkt, an dem sich die Arbeit weniger nach der Übertragung eines göttlichen Funken anfühlt, sondern mehr nach … nach Arbeit eben. Nach Alltag. Aber ist Routine denn mit Kreativität vereinbar?

Wir zeigen drei Beispiele, die Kreativität ankurbeln und einem kreativen Burn-Out vorbeugen können.

Die eigene Kreativität erkennen

Kreativität verbinden wir vorrangig mit Kunst – Künstlerinnen und Künstlern. Musiker, Maler, Autoren sind die kreativen Archetypen. Dabei arbeiten unzählige Menschen jeden Tag mit ihrer Kreativität, sind sich dessen aber nicht bewusst, weil ihre Jobs nicht archetypisch kreativ sind. Deshalb investieren sie auch nicht in die Förderung ihrer Kreativität.
Der erste Schritt ist bekanntlich die Erkenntnis. Das heißt konkret: untersuchen, welche Arbeitsschritte und Prozesse von Kreativität abhängig sind. Egal, ob ein Lehrer seine Stundenpläne vorbereitet, eine Ärztin einen Behandlungsplan erstellt oder eine Logistikerin den Einkaufsprozess optimiert – sie alle müssen ihre Kreativität routiniert abrufen können. Aber auch die “klassischen Kreativen” können hier profitieren – nicht nur die Grafik oder der Song brauchen Kreativität, sondern auch Selbstvermarktung, Netzwerken und noch vieles mehr.

Kreativer Austausch

Kreativität lebt vom Transfer von Ideen. Der einfachste Weg zu mehr Kreativität ist die Kooperation mit anderen Menschen.  Je unterschiedlicher deren Sichtweisen auf ein Problem oder eine Fragestellung ist, desto differenzierter und kreativer wird die Auseinandersetzung. Neue Ideen und Sichtweisen sind wichtiges kreatives Kapital. Auch das größte Genie erfindet das Rad nicht völlig neu, sondern baut auf der Vorarbeit von anderen auf. Wir sind „nanos gigantum humeris insidentes“, also „Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen“. Wir bauen auf dem Wissensschatz von Vorgängern wie auch von Zeitgenossen auf. Dieser Ideenaustausch bring Inspiration und Neues kommt zustande. Oder anders gesagt: „Besser gut geklaut als schlecht erfunden“.

Ein Raum für Ideen

Wenn sich die Kreativität einfach nicht in geregelte Bahnen bringen lassen will, im Büro im Alltagstrott nichts mehr geht, ist Tapetenwechsel angesagt. Es kann sehr hilfreich sein, einmal an einem anderen Ort über Probleme nachzudenken. Täglich am gleichen Arbeitsplatz, die immer gleichen Handgriffe und Abläufe auszuführen, kann das Gehirn träge machen.
Ein Ortswechsel schafft neue Perspektiven und erhöht nachweislich die Kreativität. Wer sich zur Ideenfindung konsequent an einen anderen, speziellen Ort begibt, wird nach gewisser Zeit feststellen, dass das Gehirn diesen Ort mit Kreativsein gleichsetzt und sich die Gedanken fast automatisch „auflockern“. Dazu sollte der Raum auch entsprechend gestaltet sein. Ein Abstellkammerl wird niemand zu kreativen Höhenflügen inspirieren. Je wohler man sich in diesen Räumen fühlt, desto leistungsfähiger ist man dann auch. Als Faustregel gilt, je anspruchsvoller die Tätigkeit, desto wichtiger ist es, dass auch die Arbeitsumgebung eine anregende Wirkung besitzt und Gestaltungsspielräume bietet.

Fazit

Kreativitätssteigerung stellt am Arbeitsplatz insofern eine Ausnahme dar, weil hier weder Disziplin noch Effizienz im Vordergrund stehen. Kreativität lässt sich schlecht nach Kennzahlen messen. Vielmehr geht es darum, einen inneren Dialog zu beginnen und ein inspirierendes Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem innovative Gedanken und Lösungen mit Leichtigkeit entstehen können.

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Beitragsbild: Pixabay/ivanovgood

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