Fifteen Seconds: Magnetisch-würzige Anziehungskraft in 5 Punkten

12. Juni 2017
Einen überragenden Besucherrekord gab es beim Grazer Fifteen Seconds Festival 2017 zu vermelden. Die würzige Mischung aus Wissen und Unterhaltung hat Anziehungskraft.

3.000 Besucher/innen wünschten sich die Masterminds und Organisatoren Stefan Stücklschweiger und Thiemo Gillissen auch in diesem Jahr für ihr Fifteen Seconds Festival in der Grazer Stadthalle. Es wurden letztlich grandiose 4.100 Teilnehmer/innen gezählt an den Festivaltagen 8. und 9. Juni 2017. Wer dieses riesige und kunterbunte Angebot an Diskussionen, Keynotes, Workshops, Spiele-Angeboten, Unterhaltung, Branchen-Facts, Ausstellung bis hin zu Food und Design Market miterlebt hat, versteht den Erfolg, der mit dieser Marketingmesse eingefahren wird.

1. Cool: Festival!

Der Festival-Charakter hat zweifelsohne Anziehungskraft. Hier wird nicht nur Wissen vermittelt und auf große Namen gesetzt, es wird ein riesiges Event mit vielen großen und kleinen Höhepunkten geboten. Das erweitert die Zielgruppe ungemein, vor allem, weil alles auf dem Festival trendig, hip und auch fachlich fundiert daherkommt. Ein spezieller inhaltlicher Fokus auf Startups („Startup Playground“) führt außerdem dazu, dass sich das sehr junge Publikum bestens angesprochen fühlt. Obwohl die meisten Teilnehmer/innen wohl in die Altersgruppe zwischen 20 und 30 Jahren einzuordnen sind, sollten sich die Älteren trotzdem weiterhin dort die neuesten Informationen aus der Branche holen (es muss ja nicht jede/r in der kreativen Pause auf den Kletterturm steigen oder ins Bällebad hüpfen …), denn hier spielt ganz laut die Zukunftsmusik.

Fifteen Seconds

Bodypainting am Fifteen Seconds Festival | Foto: Rief-Taucher/Fresh Content

2. Let’s play and chill

Apropos spielen – den Kreativen wird ja ein ungemein großer Spieltrieb nachgesagt, diesen darf und soll man auf der Fifteen Seconds auf alle Fälle ausleben. Mini-Tischtennistische, das bereits genannte Bällebad, der Kletterturm, eine Riesenschaukel, VR-Gaming, X-Box-Stationen, Motorik-Platten für noch mehr Bewegungshungrige … all das zaubert allen Besuchern ein Lächeln ins Gesicht, selbst wenn man einfach nur daran vorbeigeht, um zum nächsten Vortrag zu eilen. Die Chill-Area im grünen Innenhof mit zahlreichen Sitzgelegenheiten, der DJ in der Halle, die kleine aber feine Kunstausstellung … all das sind Angebote, die einem solchen Festival geradezu einen Wellness-Charakter verleihen und dem Thema die Schwere nehmen. Man spürt sofort: Auch wenn der Vortrag anstrengend und fordernd werden sollte – danach gibt’s Gratis-Kaffee und Gelegenheit für entspanntes Sortieren des Gehörten.

Fifteen Seconds

Erotik-Journalistin Alix Fox | Foto: Rief-Taucher/Fresh Content

3. Know-how – mehr als Fifteen Seconds

Apropos das Gehörte … Auch was die Speaker angeht, erlebte man als Besucher/in eine wohltuende Mischung aus knallharten Fakten-Katalogen und so richtig unterhaltsamen Präsentationen. Verblüffend und vielleicht für manche sogar verstörend könnte die beispielhafte Aufeinanderfolge der Vorträge von Alix Fox, Erotik-Journalistin (u. a. The Guardian) und Angela Everitt, Director Creative Strategy EMEA (The Economist) zum Thema Data in Content Marketing gewesen sein. Erstere erscheint als großartiger Schachzug, der ganz offen mit der Devise „Sex sells“ spielt, aber im Detail schaffte die sehr unterhaltsame Expertin für sexuelle Gesundheit eine beachtliche Kurve hin zum Thema des Festivals. Und lieferte Know-how in Sachen Aufklärung inklusive.

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Fifteen Seconds

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4. Von den Besten lernen

Fifteen Seconds

Adam Perlis, Time Magazine | Foto: Rief-Taucher/Fresh Content

Auch wenn diese und wenige andere Vorträge ein bisschen den Eindruck erweckten mochten, in erster Linie als unterhaltsame Quotenbringer bzw. als Publikumsmagnet zu dienen, war auch hier ganz viel Kompetenz im Rennen, so verließ man tatsächlich bei den allermeisten Angeboten (die wir besuchen konnten jedenfalls ;-)) als Lernende/r die Schauplätze. Große Namen wurden bereits im Vorjahr geboten, auch 2017 gab es hier eine beachtliche Auswahl: Adam Perlis (Time Magazine), Florian Gschwandtner (Runtastic), Jeremy Abbett (Google) und zahlreiche Vertreter aus Marketing, Sales, Journalismus, Design und Technik großer Firmen wie IKEA, Mercedes, Vimeo, Trivago, LEGO, Washington Post, NZZ, Freitag und Getty Images sorgten für eine Riesenladung Input.

5. Vernetzen

Nicht nur die Vortragenden standen für Gespräche zur Verfügung, Fifteen Seconds sorgte mit neuen Formaten auch dafür, dass die Teilnehmer/innen untereinander ins Gespräch kamen. Da gab es nicht nur After-Festival-Partys, einen Abendlauf mit dem Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner, sondern auch das „Dinner with a Stranger“.

Alles in allem ist den Organisatoren für 2017 auf alle Fälle zu gratulieren und für das Publikum bleibt zu hoffen, dass das Festival das erreichte Niveau halten kann. Dieser bestens gelungene Mix ist im Grunde ein fantastisches Beispiel dafür, wie eine gute Balance im Leben zu schaffen ist: zwischen intensiver Arbeits- und Lernzeit sowie verspielten Auszeiten für die Regeneration.

Wir freuen uns definitiv auf Fifteen Seconds 2018!

 

CLAUDIA RIEF-TAUCHER

Nachlese: Tag eins, Fifteen Seconds 2017
Aufgeräumter Start mit Kranichen

Fifteen Seconds Festival 2017

Beitragsbild: Niki Pommer/Fifteen Seconds

Alle Fotos im Text: Rief-Taucher/Fresh Content


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