Brand Content

28. August 2014
 „Die Zeit, als Marken nur in TV-Spots, Anzeigen oder Postern präsent waren, ist definitiv vorbei.“

Brand Content ist für Andreas Baetzgen und Jörg Tropp der Schlüssel zum Erfolg von Marken in der Medienwelt. Die Geschichten, Events und Themen rund um eine Marke machen sie zum medialen Ereignis, aus Marken werden Medien. Andreas Baetzgen, Professor für Strategische Kommunikation und Branding an der Hochschule der Medien in Stuttgart, und Jörg Tropp, Professor für Medien-und Kommunikationswissenschaft an der Hochschule Pforzheim, haben 30 Marken-und Medienexperten eingeladen, in diesem Buch ihre Sicht der Dinge, ihre Visionen und Vorstellungen darzulegen.

Aufmerksamkeit erreichen, aber wie? Marken müssen Menschen berühren und aufhören, nur Marke zu sein, um kommunikativ erfolgreich zu sein. Wie das funktionieren kann, erfährt man in den ersten Kapiteln, in denen Storytelling, Gamification, user generated content und Marken in der Nachrichtenwelt als Brand Content-Strategien vorgestellt werden.

Unterschiedliche Konzepte für unterschiedliche Medien. Erfolgreiche Brand Content-Maßnahmen sind nicht für alle Medien gleichermaßen anwendbar. Was Internetnutzer, die mehr an Lösungen und weniger an Marken interessiert sind, und was Smartphone- und Tabletuser, die immer online sind und zu jeder Zeit und an jedem Ort erreichbar bleiben, erwarten, wird im Kapitel „Medien und Instrumente“ beschrieben. Genauso erfährt man, warum Werbespots allein für das Leitmedium TV nicht mehr ausreichend sind und was zum Beispiel Nerf- Wasserspritzpistolen mit der Fernsehserie „Stromberg“ so erfolgreich verbindet.

Marken setzen sich in Szene. Im Kapitel „Inhalte und Themen“ wird am Beispiel von Musikveranstaltungen, Konzerten und Sportveranstaltungen gezeigt, wie sich Marken erfolgreich in Szene setzen. Brand Events initiieren Berichterstattung, Mitteilungen auf Facebook, Twitter und youtube und liefern mit Live-Erlebnissen Emotionen und gute Storys.

Was ist der Plan? In Interviews mit Agentur- und Medienmanagern werden  in einzelnen Kapiteln neben der eigentlichen Contentplanung  auch Aspekte der Projektplanung, Vermarktung und Zusammenarbeit beleuchtet. Wie und wo können Inhalte produziert werden und wo erreichen sie eine maximale Anzahl an Zuschauern? Wie Marketingerfolg und der Return of Invest von Content Marketing messbar und transparent gemacht werden können, wird anhand zweier möglicher Methoden gezeigt. Nach einem kurzen rechtlichen Überblick über die wichtigsten Fragen zu Kennzeichnungspflicht, Nutzungsrechten und Eigenverantwortung werfen die beiden Herausgeber noch einen Blick in die Zukunft des Brand Content-Managements.

Unser Fazit: Brand Content wird aus vielen interessanten und völlig unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Viele konkrete Beispiele zeigen das Entstehen und die Wirkung gelungener Brand Content-Maßnahmen, aber man erfährt auch, warum manche Ideen und Ansätze zum Scheitern verurteilt sind.

 

BIRGIT DERLER-KLEIN

Foto: Horia Varlan/Flickr

Brand Content, Schäffer-Poeschel

 

Buchtipp: Andreas Baetzgen, Jörg Tropp (Hrsg): Brand Content.
Die Marke als Medienereignis. Stuttgart: Schäffer-Poeschel 2013

 

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