Grumpy Cat lässt grüßen: Bei Memes und Co. sind Vielfalt und Kreativität gefragt!

12. Mai 2015
Es müssen nicht immer nur Formate wie Blogs, Interviews, Videos oder Listen sein, die zum Zug kommen können, wenn es um Inhalte geht. Wie Sie auch mit short- oder long form content punkten, warum sich manchmal Informationen mit Bildsprache viel direkter vermitteln lassen und warum Humor viral unschlagbar ist, zeigen die folgenden Beispiele.

mobile Apps

Das mobile Internet ist nicht zu bremsen, Smartphones und Tablets setzen zum Überholmanöver an. Wer mit dem Nutzerverhalten Schritt halten will, ist gut beraten, seine Inhalte auch für  mobile Geräte nutzbar machen, also mobile Webseiten oder eigene Apps anzubieten. Apps haben gegenüber mobilen Webseiten einen großen Vorteil: User öffnen sie gezielt, direkt und – im besten Fall – auch regelmäßig. Solche von Usern regelmäßig verwendete Apps sind im Content Marketing unbezahlbar.
Wie profitabel der Einsatz  für Unternehmen funktionieren kann, zeigt die Erfolgsstory von Runtastic: Das Unternehmen ist seit Jahren mit Apps für Läufer und Biker erfolgreich. Warum läuft das so gut? Erstens wird dem User ein konkreter Nutzen geboten: Man sieht seine eigenen Lauferfolge, kann Statistiken dazu abspeichern und gelaufene Zeiten jederzeit vergleichen. Seit zwei Jahren wird das Nützliche mit Unterhaltung kombiniert – Storytelling kommt als sogenanntes Story Running zum Einsatz: Ein Team aus Autoren, Musikern & Soundtechnikern hat mehrere rund 40-minütige Geschichten entwickelt, die Läufer/innen zusätzlich motivieren sollen. Ein genialer Schachzug – dank Storytelling wird nämlich der User selbst zum Protagonisten der Geschichten. Die Storys passen sich einem durchschnittlichen Lauf an, d. h., nach einer langsamen Einleitung steigt die Spannung bis zum sehr schnellen Höhepunkt am Schluss, gefolgt von einem Cool Down zum Ende der Geschichte.
Marketing Synergien tun sich dabei auch auf: In Zusammenarbeit mit der Österreich Werbung entwickelte Runtastic den Story Run „Momente, die bleiben”. Die Laufgeschichte führt durch die Wiener Innenstadt in Richtung Weißensee in Kärnten und weiter ins Lechtal nach Tirol: Man läuft also seine gewohnte Laufstrecke, wird aber durch die Geschichte abseits von Stress und Hektik direkt in Österreichs schönste Landschaften entführt.

Tutorials – step by step zum Erfolg

Wer seine Kompetenz zeigen will, bietet sie seinen Usern am besten kostenlos als Hilfestellung an. Mit Tutorials, also Gebrauchsanweisungen, Step-by-step-Anleitungen oder Erklärvideos, die Sie auf Ihrer Homepage zur Verfügung stellen bzw. zum Download anbieten, gewinnen Sie das Vertrauen Ihrer Zielgruppe und setzen einen wichtigen Schritt in Richtung Kundenbindung.
Anleitungen und Gebrauchsanweisungen haben hohes virales Potenzial. Sie werden im Internet nicht nur gezielt gesucht, sondern, sofern sie sich als gut nutzbar erweisen, auch entsprechend oft geteilt. Anleitungen und Tutorials gibt es mittlerweile für alle erdenklichen Probleme und Fragestellungen: Wie tune ich mein Longboard, wie binde ich eine Krawatte, wie flechte ich einen französischen Zopf, wie baue ich ein Baumhaus … die Liste der gesuchten und angebotenen Problemlösungen ließe sich endlos fortsetzen.

Was macht eine gute Anleitung aus?

  • Sie muss klar und verständlich sein und dem User helfen, das Problem zu lösen. Schwer verständliche, umständliche erschließbare Sachverhalte schrecken ab.
  • Eine kurze Einleitung zum Thema macht klar, was im Folgenden erklärt wird.
  • Komplizierte Abläufe werden am besten in Einzelschritte unterteilt und eine Material- und Zubehörliste gehört als Ergänzung zu jedem guten Tutorial.
  • Anschaulichkeit ist gefragt: Bauen Sie Bilder und Grafiken ein oder setzen Sie überhaupt Videos ein. Nicht umsonst sind die unzähligen Erklärvideos auf YouTube so oft geklickt, sie decken die ganze Bandbreite gesuchter Tutorials von witzig, unterhaltsam bis zu nützlich ab.

Wie eine gute Anleitung aussehen kann, wollen wir Ihnen nicht vorenthalten: In unserem KLIPP-Kundenmagazin „Volumen“ gibt es in jeder Ausgabe eine Frisur zum Selbermachen, für die step-by-step erklärt wird, wie sie gemacht wird und welche Utensilien man dafür benötigt.

ebooks

Elektronische Ratgeber sind ein probates Mittel, um einerseits Inhalte zu verbreiten und andererseits schon bestehende Kundenbeziehungen zu vertiefen. Als Ratgeber oder Informationslektüre bieten ebooks den nötigen Raum, um Prozesse, Entwicklungen oder Produkte darzustellen und umfassend zu erklären. Ihr Unternehmen kann sich damit professionell positionieren,  nebenbei erhalten Sie im Gegenzug Daten und Informationen von Kundinnen und Kunden.

Was sind die Vorteile diese longform Contentformate?
Lange Bestellzeiten oder Lieferfristen gibt es bei ebooks nicht, die gewünschten Informationen sind sofort verfügbar. Die elektronischen Bücher sind kostengünstig herstellbar und praktisch beliebig oft vervielfältigbar. Wer bestimmte Sachverhalte oder Kapitel sucht, findet innerhalb weniger Sekunden  im gesamten Dokument selbst einzelne Begriffe.
Zum Anzeigen und Lesen von eBooks verwenden Nutzer/innen in der Regel ebook-Reader, häufig auch Tablets, Smartphones, Notebooks oder PCs. Bedenken Sie diese große Formatvielfalt bei Ihrer Content Strategie und nehmen Sie bei der Planung darauf Rücksicht.

Als Beispiel dürfen wir Sie auf ein ebook hinweisen, dem wir Fresh Content beisteuern konnten:
webtexte

 

 „Wirksame Webtexte“ – kostenloser Download

Mem(e)

Noch nie gehört? Bestimmt aber schon ganz oft gesehen und geteilt. Mit Sicherheit kennen Sie Gangnam Style, Crumpy Cat, haben sich selbst im Zuge der Icebuck challenge unter kaltes Wasser gestellt oder mehr oder weniger intensiv Moorhühner gejagt.
Der Begriff Mem (oder englisch Meme) wird seit fast 20 Jahren für verschiedene Internetphänomene verwendet, also für Witze, Bilder, Sprüche oder Ideen, die sich über soziale Netzwerke viral verbreiten. Ein Mem ist definiert als Bewusstseinsinhalt, quasi die kleinste kulturelle Einheit, die weitergegeben wird und sich verbreitet. Als Pendants zu Genen gedacht, gibt ein Mem keine biologische Informationen weiter, sondern soziokulturelle. Gemeinsam ist allen Internetphänomenen, dass die Inhalte Emotionen hervorrufen, sie belustigen, schockieren – kurz gesagt, sie unterhalten. Die sprechenden Bilder erregen Aufmerksamkeit, sind also wie gemacht für jede Art von Selbstdarstellung.
Mittels Memegeneratoren, also Webseiten, auf die man Bilder hochladen und mit eigenen Texten versehen kann, kann die Memproduktion in Serie gehen. Die Erstellung allein macht allerdings noch kein Mem aus. Erst wenn diese Statements geteilt, parodiert und bearbeitet werden und ein großes Millionenpublikum erreicht, werden sie zum Mem. Eine Möglichkeit, um eigene Inhalte mittels Mem zu verbreiten, ist, ein bereits populäres Mem zu verwenden und dieses mit der eigenen Botschaft zu verknüpfen. Natürlich kann man auch versuchen, ein konstruiertes Mem in Umlauf zu bringen, muss sich aber bewusst sein, wie Prof. Dr. J. Martin anführt, dass die Botschaft mit Handlungsanweisung im besten Fall nur »Huckepack« reist.

Infografiken – Bilder sagen mehr als Worte

Die eigenständige journalistische Darstellungsform verbindet, wie der Name schon sagt, Information und GrafikEine Studie hat ergeben, dass Infografiken in sozialen Medien bis zu dreimal öfter geteilt werden als andere Inhalte und auch öfter geliked werden. Ein Grund dafür ist, dass Menschen visuelle Informationen besser und schneller wahrnehmen können als Texte, die erst gelesen und verstanden werden müssen. Komplexe Themen und schwierige Zusammenhänge sind bildlich leichter nachvollziehbar und anschaulich darstellbar.
Infografiken sind dort richtig am Platz, wo es darum geht, Fakten präzise und genau zu vermitteln. In Zeiten der geringen Aufmerksamkeitsspanne sind sie für Fionn Kientzler der ideale Weg, Inhalte prägnant und attraktiv zu vermitteln. „Es kommt im Content Marketing weniger darauf an, welches Medium zur Gewinnung von Traffic eingesetzt wird, sondern vielmehr, wie man das Medium ausgestaltet.“ Gute Infografiken sind für ihn originell in der Themenwahl und Umsetzung, sie sind gut recherchiert und erzählen eine Geschichte und vermitteln Gefühle.
Wie geht´s? Diagramme, Pläne, Organigramme können mittels CorelDraw oder Adobe Illustrator statisch, animiert oder immer öfter auch interaktiv platziert werden. Google hat auf die steigende Nachfrage prompt reagiert und bietet selbst einen kostenlosen Infografik-Generator an: Google Databoard. piktochart

 

FAZIT und Ausblick: „Immer mehr Unternehmen verzeichnen erste Erfolge mit ihren Content-Strategien und sind dazu bereit, mehr zu investieren, um noch hochwertigeren Content bzw. detailliertere Stories mit Infografiken, kleinen Erklärvideos, Tutorials etc. zu erstellen (…) stellt Daniel Horzetzky in einem Interview fest.
Lassen Sie sich also nicht von Vorbehalten wie, es dauert zu lange, es ist zu schwierig etc. davon abhalten, Neuland zu betreten. Sie müssen ja nicht alles auf einmal ausprobieren. Beginnen Sie klein und steigern Sie sich!

BIRGIT DERLER-KLEIN

Foto: Shutterstock.com/Jaguar PS


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