Angst im Storytelling? Killer-Kreativität statt Kreativität-Killer

07. Januar 2020
Angst ist die Stimme im Kopf, die uns Zweifel einflüstert. Die verborgene Unsicherheiten zum Leben erweckt. Angst lähmt. Deshalb ist sie auch der natürliche Feind der Kreativität.

Kreativität fordert den Geist, alles Bekannte über Bord zu werfen und ohne Stützräder unbeschrittene Wege einzuschlagen. Fantastische Welten, die von einnehmenden Figuren bevölkert sind, entstehen nicht aus Sicherheitsdenken. Ist die Protagonistin nicht vielleicht doch etwas zu schräg? Sollte die epische Story nicht doch besser in einer Vorstadt spielen?

Wenn uns die Angst erst einmal richtig im Griff hat, erscheint die Welt wie ein Minenfeld aus allen nur erdenklichen Risiken und ihren katastrophalen Folgen. „Jessas“, denken wir entsetzt, „was da alles passieren könnte!“ Die Aufmerksamkeit wendet sich ganz natürlich hin auf die Vermeidung dieser fürchterlichen Ereignisse. Die Tatsache, dass das alles nur mögliche Ergebnisse von rein hypothetischen Szenarien sind, verschwindet nach und nach von der emotionalen Bildfläche.

Die Klauen der Komfortzone

Das bedeutet nicht nur, dass ein von Angst regiertes Gehirn kein kreatives Gehirn sein kann. Die noch schlechtere Nachricht ist, wie wir den Blick für echte Gefahren verlieren. Das Ringelspiel aus Risiko-Analyse einzelner Handlungen und ständigem Ausschau halten nach neuen Bedrohungen braucht viel Aufmerksamkeit. Wir werden blind für das, wo wir wirklich aufpassen müssen.

Ein Beispiel: Bei der ersten eigenen Webseite kann die Wahl der richtigen Schriftart aus Angst vor Fehlern irgendwann so wichtig wirken, dass viel zu viele Ressourcen hineinfließen. Ob das Impressum fehlt oder bei den Öffnungszeiten falsche Zahlen stehen, wird dann leichter übersehen.

Mit Anlauf der Angst entgegen

Was tun? Das, was Angst macht. Mit Warten wird man seinen Ängsten nicht Herr. Den richtigen Zeitpunkt, wenn alles genau so ist, wie es sein soll, alle Vorbereitungen abgeschlossen, alle Sicherheitsnetze gespannt, werden wir alle nie erleben.

Nicht mehr Sicherheit ist die Antwort. Der einzige Weg, die Angst zu besiegen, ist, es trotzdem zu tun. Immer und immer wieder zu handeln, obwohl man Angst hat. Der sprichwörtliche Sprung ins kalte Nass bleibt niemandem erspart. Es stellt sich jedoch irgendwann so etwas wie Routine ein: Mit der Zeit wirkt der Sprung aber nicht mehr so schwindelerregend hoch, das Nass nicht mehr so bitterkalt. Irgendwann nimmt man vor dem Absprung sogar Anlauf.
Der weise Jedi-Meister Yoda wusste schon: „Do or do not. There is no try.“

 

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Beitragsbild: Pixabay/Alexas_Fotos

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